Buch-Ratschlag

Toskana für Arme

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Buch: Toskana für Arme
Wer diesen Blog schon länger liest, der weiß, dass ich an kaum einem Buch über Italien vorbeigehen kann. Dieses hier ist ganz frisch im März erschienen und mir beim letzten Besuch des Buchändlers meines Vertrauens natürlich gleich in die Hände gefallen. Auch wenn es bis zum nächsten Urlaub noch ein paar Tage hin sind, kann eine kleine Einstimmung auf keinen Fall schaden. Und der Klappentext versprach eine interessante und unterhaltsame Lektüre.

Titel: Toskana für Arme: Liebeserklärung an ein italienisches Dorf. Von Uli T. Swidler.

Aus dem Inhalt:

Für ein Haus in der Toskana hat das Geld nicht gereicht. Also hat sich Max ein baufälliges Rustico in den Marken gekauft. Der Liebeskummer hat ihn hierher geführt, und er ist fest entschlossen, von nun an als selbsternannter Eremit sein Leben zu fristen. Aber da hat der Deutsche die Rechnung ohne die eigensinnigen, liebenswerten, nervigen, verführerischen, philosophischen, mit anderen Worten: durch und durch italienischen Bewohnern des Monte Dolciano gemacht …


Meine Meinung zu diesem Buch:
Dieses Buch war von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilig und unterhaltsam. Es hat richtig Spaß gemacht, am Leben der Hauptperson Max teilzunehmen. Ich bin mir nicht ganz sicher, wieviel aus dem Buch tatsächlich auf realen Erlebnissen des Autors basiert, aber man nimmt ihm auf jeden Fall die intime Kenntnis von Land und Leuten ab.

Der Deutsche Max ist aus Liebeskummer auf einen Berg mit dem fiktiven Namen Monte Dolciano gezogen, irgendwo im Hinterland zwischen Pesaro und Fano unweit der italienischen Adriaküste. Die einheimischen Bewohner des Berges, aber auch die unvermeidbaren Deutschen sorgen für allerlei Aufregung und Unterhaltung.

So beginnt die Geschichte gleich mit einer Beerdigung, die an Skurilität und Witz kaum zu überbieten ist. Die Entwicklung einer tiefen Freundschaft zwischen Max und Gino, dem kleinen Maurer mit der philosophischen Ader, sorgt ebenfalls für viel Heiterkeit. Nach und nach werden die teils kauzigen aber meist liebenswerten Bewohner des Monte Dolciano vorgestellt und füllen den Roman mit Leben.


Es ist kein Liebesroman, auch wenn die Liebe im Leben von Max im Verlauf der Handlung immer wieder eine Rolle spielt. Vielmehr stehen die alltäglichen Erlebnisse und die unterschiedlichen Charaktere im Mittelpunkt der Erzählung: Der Versuch von Max, einen geeigneten Handwerker für die Verlegung einer Wasserleitung zu finden; die Kontakte zur italienischen Obrigkeit in Gestalt der comune; die Bar von Luciana, in der sich ein guter Teil des sozialen Dorflebens abspielt; und nicht zuletzt der nervige Deutsche namens Horst, der hinter seinem Rücken nur il spaccone – das Großmaul genannt wird.

Man hat im Verlauf des Romans immer mehr das Gefühl, selbst ein Teil dieser Dorfgemeinschaft zu werden und die Bewohner persönlich zu kennen. Mir jedenfalls hat das Buch großen Spaß gemacht und einige Stunden sehr unterhaltsamen Lesevergnügens bereitet.

Fazit:

Wer Italien liebt, wird dieses Buch lieben! Amüsant, unterhaltsam und sehr kurzweilig. Macht Lust auf den nächsten Italien-Urlaub!

Bewertung:

4 von 5 Lesezeichen

Toskana für Arme: Liebeserklärung an ein italienisches DorfUli T. Swidler. 333 Seiten. Erschienen im Kindler Verlag.

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Ein Kommentar

  1. Seit 2002 fahre ich mindéstens einmal im Jahr nach Sorbolongo, eine kleine Nachbargemeinde von
    “Monte Dolciano”. Die Geschichte könnte in jedem
    Teil des Hinterlandes spielen.- Monte Paganúccio
    ist überall (in den Marken).

    Wer einmal in Italien war und Italien mag – mag
    das Buch.

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