Quattro Stagioni

Dieses Buch habe ich mir gekauft, weil ich ein großer Italien-Freund bin und daher immer auf der Suche nach interessanten Berichten über dieses Land, das Leben und die Leute dort bin.
Titel: Quattro Stagioni – Ein Jahr in Rom. Von Stefan Ulrich.
Der Autor ist Korrespondent bei der Süddeutschen Zeitung und berichtet in diesem Buch von seinen eigenen Erfahrungen beim Umzug mit seiner Familie nach Italien.
Zitat vom Rückentext:
“Habt ihr’s gut!”, ist der Kommentar ihrer Freunde, als für Familie Ulrich der alte Traum von der Dolce Vita in Bella Italia wahr wird. Rom, die ewige Stadt, finalmente! Doch das Leben dort steckt erst mal voller Überraschungen: Der Palazzo entpuppt sich als ganz normales Mehrfamilienhaus, Tochter Bernadettes Meerschweinchen wird mit einer Ratte verwechselt, und es ist gar nicht so einfach, immer Bella Figura zu machen!
Meine Meinung zu diesem Buch:
Man merkt beim Lesen sofort, dass der Autor sein Handwerk versteht. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben, der Humor von Stefan Ulrich ist spitz, aber nie bösartig und läßt einen sehr gut nachvollziehen, mit welchen Tücken und Unwegsamkeiten er und seine Familie bei ihrem Italien-Abenteuer zu kämpfen hatten. Dabei bleibt aber immer außer Frage, wie gern er “seine” Italiener hat: Den liebenswerten Hausmeister Filippo, die verschiedenen Mitglieder der Eigentümer-Familie Cornetti, den Fischverkäufer Teodoro und all die anderen mehr oder minder skurrilen Gestalten.
Die Beschreibung verschiedener Erlebnisse, wie etwa seine Erfahrungen mit der Einwandererbehörde oder mit dem Stromanbieter läßt ahnen, dass die italienische Bürokratie die deutsche noch um Längen schlägt.
Und auch bei der Freizeitgestaltung unterschieden sich die Italiener offensichtlich in vielen Punkten von uns Deutschen: Alle Unternehmungen werden nur in größeren Rudeln unternommen; wer nur mit seiner Familie einen Ausflug machen möchte, erntet nur Unverständnis. Für große Heiterkeit sorgte auch die Beschreibung eines Kindergeburtstags, bei dem die Kleinen von einer sogenannten animatrice ohne Rücksicht auf Verluste zwangs-unterhalten wurden.
Die Einblicke in den italienischen Alltag haben einen hohen Unterhaltungswert und man glaubt dem Autor, dass er weiß, wovon er schreibt. Trotzdem ist das Buch sicherlich nicht als Ratgeber für Auswanderungswillige zu verstehen, sondern einfach als witzige, leichte Unterhaltungslektüre.
Nicht nur für Italien-Freunde empfehlenswert. Eine ideale Urlaubslektüre für den Strand oder auch für das heimische Sofa, wenn man seine Gedanken gerne gen Süden schweifen lassen möchte.
Bewertung:
4 von 5 Lesezeichen
Quattro Stagioni – Ein Jahr in Rom. Stefan Ulrich. Erschienen im Ullstein Verlag.
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Mein Name ist Martin Weiß. Ich bin ein Büchernarr und schreibe hier meine ganz persönliche Meinung über Bücher, die ich für lesenswert halte. Und die ich tatsächlich auch selbst gelesen habe.
Viel Spaß!





[...] und seinen beiden Kindern nach Rom. Seine Erlebnisse hat er sehr unterhaltsam in seinem ersten Buch "Quattro Stagioni – Ein Jahr in Rom" verarbeitet. Das vorliegende Buch ist sozusagen die Fortsetzung. Mittlerweile hat er mit seiner [...]