
Wer von Christian Schoenborn bisher noch nichts gehört hat, muss sich nicht wundern – mir ging es genauso. Das vorliegende Buch ist nämlich sein Debutroman.
Aber nach der Lektüre dieses Thrillers denke ich, dass man sich den Namen des Autors für die Zukunft ruhig merken sollte.
Titel: Operation Ismael. Von Christian Schoenborn.
Aus dem Inhalt:
Islamistische Terroristen haben mit Biowaffen eine Pockenepidemie in Europa ausgelöst. Es gibt Tausende Tote. Nach dem Abschuss einer arabischen Boing 777 über Frankfurt ist dem Antiterror-Experten Deek Miller klar, dass es sich um einen Vergeltungsschlag handeln muss. Noch ahnt er nicht, dass sich die “Soldiers of the Holy Crusade” längst zum weltumspannenden großen Kampf der Religionen gerüstet haben…
Meine Meinung zu diesem Buch:
Der Autor
Wie oben erwähnt, kannte ich Christian Schoenborn bislang nicht. Aufmerksam wurde ich durch die Autorin und Bloggerin Aveleen Alide, die ein sehr interessantes Interview mit Christian Schoenborn geführt hat.
Schoenborn hat Religionswissenschaften und Theologie studiert und das merkt man seinem Roman (im positivsten Sinne) auch an. Darüberhinaus ist er ausgebildeter Diplom-Bibliothekar, komponierte Musik und hat schließlich nach einem siebenmonatigen Aufenthalt in Indien den vorliegenden Thriller veröffentlicht.
Der Inhalt
Die Handlung beginnt mit einem Raketenanschlag auf ein mit ausschließlich arabischen Passagieren besetztes Flugzeug über Frankfurt. Dass es sich beim Attentäter um einen deutschen Familienvater handelt, der unweit des Tatortes mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt, macht die Handlung umso verstörender.
Nach einem Rückblick auf eine Pockenepidemie, die zwei Jahre zuvor durch einen Terroranschlag ausgelöst wurde und unter anderem über Deutschland hinweggezogen war wird langsam klar, dass es hier einen religiösen Hintergrund gibt. Im weiteren Verlauf der Handlung führt die Spur zu einer Organisation, die sich als Nachfahren der Kreuzritter sieht und die ein geradezu unfassbares Attentat plant, welches zu einem globalen Religionskrieg führen könnte.
Schoenborn baut schnell Spannung in seinem Buch auf und führt die Geschichte zu immer neue Wendungen. Geschickt werden dabei religiöse Hintergrundinformationen eingeflochten – man merkt, dass Schoenborn Religionswissenschaften studiert hat. So beginnt z.B. auch jedes Kapitel mit einem Zitat aus der Bibel.
Manchmal wird der Plot etwas zu schnell vorangetrieben, so dass es gelegentlich zu kleineren Sprüngen in der Handlung kommt, was den Lesefluß aber nicht wirklich beeinträchtigt. Die Spannung bleibt hoch und insbesondere auf den letzten 50 Seiten, wenn es rasant auf das Finale zugeht, mag man das Buch kaum aus der Hand legen.
Mein abschließendes Urteil
Ich finde, der Autor hat mit diesem Buch ein gutes Debut hingelegt. Die Handlung hat zwar manchmal kleinere Sprünge, über die man aber getrost hinwegsehen kann. Insgesamt ist “Operation Ismael” wirklich spannend geschrieben und auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
Fazit:
Gelungenes Erstlingswerk. Spannend und sehr aktuell.
Bewertung:
4 von 5 Lesezeichen
Operation Ismael: Thriller
Christian Schoenborn. 352 Seiten. Erschienen im Heyne Verlag
Andere Infos und Rezensionen zu diesem Buch im Internet:
Ähnliche Beiträge: