Buch-Ratschlag

Lebe lieber innovativ

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Buch: Lebe lieber innovativ
Gängige Überzeugungen als solche zu erkennen und dann in Frage zu stellen. Probleme in einen größeren Zusammenhang stellen und dadurch kreativere Lösungen finden. Das sind nur einige der Erkenntnisse, die sich aus dem vorliegenden Buch gewinnen lassen.

Titel: Lebe lieber innovativ. Warum man die besten Ideen findet, wenn man das Unmögliche denkt. Tina Seelig.

Aus dem Inhalt:

Kann man eine Büroklammer in ein Haus verwandeln? Ja*. Kann man in der Antarktis Bikinis verkaufen? Ja*. So manches Problem schein unüberwindbar, und doch gibt es immer eine Lösung – auch wenn diese zunächst noch so abwegig erscheint.
*Klingt absurd, ist aber alles möglich. Die Erklärungen und weitere ungewöhnliche Denkanstöße finden Sie in diesem Buch.


Meine Meinung zu diesem Buch:

Die Autorin

Tina Seelig ist Professorin für Innovation an der Stanford University in Palo Alto, Kalifornien. Dort bringt sie Studenten bei, wie man innovative Ideen entwickelt und diese nicht nur in der Geschäftswelt umsetzt. In ihrem Blog Creativity Rulz findet man viele interessante und inspirierende Beiträge zum Thema Kreativität.

Zum Buch

Das Titelbild passt gut zum Thema des Buchs: ein paar Tauben ziehen an Seilen einen Kleinwagen in die Luft. Unmögliches Denken bringt oftmals die besten Ideen hervor. In 10 Kapiteln, verteilt auf rund 220 Seiten, wird der Leser in unterhaltsamen Anekdoten mit Beispielen konfrontiert, wie schwierige bis unmöglich scheinende Aufgaben doch zu lösen sind.

Die Autorin greift dabei oft auf Experimente zurück, die sie mit ihren Studenten im Rahmen von Seminaren zu den Themen Entrepreneurship und Innovation durchgeführt hat.

Die wichtigste Erkenntnis dabei ist: Der beschränkende Faktor bei der Lösung eines Problems ist man immer selbst. Man muss sich selbst gestatten, ein Querdenker zu sein und gängige Auffassungen in Frage zu stellen, ohne Rücksicht darauf, was andere denken oder sagen. Es gibt immer mehrere Blickwinkel auf eine Sache und man entscheidet selbst, welchen man davon wählt.

Tina Seelig macht deutlich, dass wir oftmals den Unterschied zwischen Vorgaben und Empfehlungen nicht erkennen. Wir nehmen in unserer Gesellschaft manche Regeln einfach als unumstößlich hin, ohne sie noch groß zu hinterfragen. Und wir sind darauf geeicht, uns alle möglichen Vorschriften zu merken, worauf man im Leben zu achten hat. Dabei wäre es oftmals besser, nur die wenigen Dinge zu wissen, die man niemals tun sollte, weil sie gegen wirkliche Regeln verstoßen, anstatt sich auf unzählige vermeintliche Regeln zu konzentrieren.

Die Autorin bringt viele Beispiele dafür, dass Menschen, die ein statisches Selbstbild und eine klare Auffassung davon haben, was sie gut können, langfristig gesehen weniger Erfolge erzielen als Menschen mit einem dynamischen, flexiblen Selbstbild. Letztere sind eher bereit, Risiken einzugehen und die sich bietenden Chancen in neuen Betätigungsfeldern aufzugreifen.

Einen Spruch möchte ich herausgreifen, der mir besonders gut gefallen hat: “Zeichne die Zielscheibe dorthin, wo der Pfeil getroffen hat”. Im übertragenen Sinn bedeutet das, einem Menschen (= Pfeil) die Aufgaben zu übertragen (= Zielscheibe), die seinen Fähigkeiten, Talenten und Interessen am besten entspricht. Dadurch erfüllen diese Menschen ihre Aufgaben viel produktiver und engagierter, als wenn sie sich mit Dingen beschäftigen müssen, die nicht zu ihnen passen. Dies macht sich insbesondere in der Zusammenarbeit in Teams bemerkbar: Wenn jeder das machen kann, was er am besten beherrscht, so hat jeder auch das Gefühl, selbst die leichteste Aufgabe zu haben.

Mein abschließendes Urteil

“Lebe lieber innovativ” ist ein einfach zu lesendes und sehr unterhaltsames Buch. Auch wenn viele Beispiele aus dem akademischen Umfeld der Autorin stammen, sind sie trotzdem auch für “Otto Normalverbraucher” nachvollziehbar und geeignet, die eigene Kreativität im Umgang mit Problemen zu herauszufordern. Das Buch bietet ein paar kurzweilige Lesestunden und kann auch einfach mal so zwischendurch in die Hand genommen werden.

Fazit:

Schöne Denkanstöße für innovative Problemlösungen. Lesenswert!

Bewertung:

4 von 5 Lesezeichen

 
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Andere Infos und Rezensionen zu diesem Buch im Internet:

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