Keine große Sache

Keine große SacheKeine große Sache

Dieser Titel viel mir zufällig in die Finger, als ich bei einem Kurzurlaub in Hamburg einen Coffee-Shop einer mir bis dahin unbekannten Kette betrat. All denjenigen, die schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, sich selbständig zu machen, aber einfach von zu vielen Zweifeln geplagt werden, möchte ich dieses Buch vorstellen.

Titel: Keine große Sache. Coffee to go oder wie man den Traum vom eigenen Unternehmen verwirklicht. Von Vanessa Kullmann.

Zitat vom Rückentext:

Kaffee in Pappbechern war in Deutschland alles andere als populär, als Vanessa Kullmann 1998 mit 26 ihren ersten kleinen Coffee Shop in Hamburg eröffnete. Heute gehören zu Balzac Coffee 30 Filialen und das Unternehmen ist für die Marktführer zu einer echten Konkurrenz geworden. Wie sich mit ein bisschen Beharrlichkeit, gutem Timing und leidenschaftlichem Glauben an die eigene Sache mitunter Berge versetzen lassen, zeigt die Unternehmerin des Jahres 2006 am Beispiel ihrer ganz persönlichen Erfolgsgeschichte.


Meine Meinung zu diesem Buch:
Ich hatte dieses Buch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Besonders faszinierend war, dass es sich hier nicht um eine typisch amerikanische “Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär”-Story handelte, sondern um eine deutsche Erfolgsgeschichte. Vanessa Kullmann beschreibt sehr kurzweilig ihren persönlichen Weg, der sie von einer anfangs fixen Idee über viele Hürden bis hin zur erfolgreichen Unternehmerin führte.

Es beginnt damit, dass sie in New York ein Praktikum in einem Fotostudio absolvierte und dort des öfteren zum Kaffeeholen in einem nahe gelegenen Coffee-Shop war. Dort kommt ihr der Gedanke, selbst einen solchen Laden zu eröffnen – aber in Deutschland! Im Buch wird beschrieben, wie Frau Kullmann zunächst intensive Hobbyanalysen betreibt und dabei ihre Idee mehr und mehr an Gestalt gewinnt.

Kapitel für Kapitel wird man durch die Entstehung eines Unternehmens geführt. Dabei werden die sehr persönlichen und teils emotional geschilderten Erlebnisse immer wieder ergänzt durch Tipps und Checklisten, die bei einer Unternehmensgründung hilfreich sein können: Namensfindung und Logo, Standortfrage, Kundenbindung und vieles mehr. Besonders gefallen hat mir, dass nicht nur die positiven Seiten der Selbständigkeit, sondern auch die Hindernisse und Rückschläge dargestellt wurden. Das macht das Buch und die Geschichte insgesamt sehr authentisch und glaubwürdig.

Auch wenn nach dieser Lektüre sicher nicht jeder gleich sein eigenes Unternehmen gründen kann und will, motiviert dieses Buch dennoch unglaublich, auch mal über den eigenen Tellerrand zu sehen und an seine Ideen zu glauben.

Fazit:
Unterhaltsam, lehrreich und motivierend zugleich. Dieses Buch macht Lust auf berufliche Selbständigkeit. Sehr lesenswert!

Bewertung:

5 von 5 Lesezeichen

Keine große Sache. Vaness Kullmann. Erschienen im Heyne Verlag.

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