Buch-Ratschlag

El Patrón

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Rezension: El Patron. Von Yves Drube

Obwohl das Buch bereits 2008 zum ersten Mal erschienen ist, hatte ich bisher irgendwie nie die Gelegenheit gefunden, es zu Lesen.

Auch wenn in diesem Blog von mir schwerpunktmäßig Fach- und Sachbücher vorgestellt werden, darf es natürlich hin und wieder auch mal etwas zur reinen Unterhaltung geben.

Titel: El Patrón. Höllische Seilschaften im Paradies. Von Yves Drube

Aus dem Inhalt:

Während eines Urlaubs in der Dominikanischen Republik wird der fünfjährige Sohn eines deutsch-dominikanischen Ehepaars verschleppt. Auf der Suche nach ihm geht der Vater durch die Hölle. Verstrickungen zwischen Drogenkartellen, Militär und Politik kommen ans Licht, und sein Weltbild zerplatzt innerhalb nur weniger Tage wie eine Seifenblase. Alle Fäden der Machenschaften scheint nur eine einzige Person in den Händen zu halten – EL PATRÓN


Meine Meinung zu diesem Buch:
Eine wichtige Information für die Leser dieses Blogs: Ich möchte bei diesem Buch erst gar nicht den Versuch unternehmen, den Anschein einer objektiven Rezension zu erwecken. Ich kenne den Autor und bin deshalb natürlich entsprechend befangen. Daher werde ich auch im Interesse meiner Glaubwürdikeit am Ende der Rezension keine Lesezeichen vergeben.

Nun aber genug der einleitenden Worte. El Patron ist ein Thriller, dessen Haupthandlung in die Dominikanische Republik verlegt ist – dorthin, wo auch der Autor selbst lebt. Diese Tatsache trägt wesentlich dazu bei, dass die Handlung und vor allem die Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten sehr plastisch und realitätsnah erscheint.

Frank, die Hauptperson, ist ein Deutscher, dessen Frau und Sohn sich auf der Dominikanischen Republik im Urlaub bei den Schwiegereltern befinden und dort von einer unbekannten Organisation entführt werden. Frank reist also seiner Familie von Deutschland aus nach und versucht, seine Liebsten auf eigene Faust zu befreien. Dabei findet er Unterstützung durch eine höchst ominöse Figur, die im Hintergrund sämtliche Fäden zu spinnen scheint: El Patron.

Die Geschichte wird in einem rasanten Tempo erzählt. Die Figuren werden sehr bildlich dargestellt, so dass man sich gut in die Handlung und damit in das Gefühlsleben der Hauptfigur hineinversetzen kann. Auch wenn an mancher Stelle die Glaubwürdigkeit vielleicht etwas kurz kommt, machte das Buch unheimlich Spaß – es ist ja schließlich auch kein Tatsachenbericht, sondern ein Roman!

Gibt es an dem Buch auch etwas zu bemängeln? Aus meiner Sicht ist der größte Kritikpunkt der Umfang: Nach nur ca. 80 Seiten ist die Geschichte leider schon zu Ende. So gesehen also mehr eine sehr lange Kurzgeschichte, als ein ausgewachsener Roman. Dass dem Lektorat der eine oder andere Fehler entgangen ist, läßt einen zwar gelegentlich kurz stocken, trübt aber ansonsten das Lesevergnügen in keinster Weise.

Bei dem Buch handelt es sich um das Erstlingswerk von Yves Drube und ich hoffe, er liefert noch einige (hoffentlich längere ;-) ) Geschichten in diesem Stil nach! Wer also auf eine kurzweilige und spannende Abenteuergeschichte Lust hat, dem sei dieses Buch auf jeden Fall empfohlen.

Ach ja: Das Buch ist beim Print-On-Demand-Verlag, Norderstedt erschienen, wird also in einer regulären Buchhandlung eher selten zu finden sein. Aber dafür gibt es ja Amazon und Konsorten.
Auf diesem Weg haben somit auch (noch) unbekannte Autoren die Chance, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit verfügbar zu machen, selbst wenn nicht die klassische Verlags- und Buchhandelsmaschinerie dahintersteckt.

 

EL PATRÓN: Höllische Seilschaften im ParadiesVon Yves Drube. 80 Seiten. Erschienen bei der Books on Demand GmbH, Norderstedt.

Andere Infos und Rezensionen zu diesem Buch im Internet:

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