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	<title>Buch-Ratschlag &#187; Zeitgeschichte</title>
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	<description>Damit Ihnen beim Lesen ein Licht aufgeht!</description>
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		<title>Gebrauchsanweisung für Kalifornien</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 11:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>
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		<description><![CDATA[California Dreamin&#8217; von &#8220;The Mamas &#038; The Papas&#8221; klingt mir sofort im Ohr, wenn ich diesen Buchtitel lese. Unzählige Reiseführer sind über den Golden State veröffentlicht worden, den US-Bundesstaat, der bei vielen von uns sofortiges Fernweh auslöst und die Fantasie wie kaum ein anderes Ziel anregt. Aber wir Deutsche brauchen bei allem Schwärmen natürlich auch [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492275389?ie=UTF8&#038;tag=buchrat-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3492275389"><img class="alignleft" title="Gebrauchsanweisung für Kalifornien. Ein Lesetipp von buch-ratschlag.de" border="0" src="http://www.buch-ratschlag.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/gebrauchsanweisung_kalifornien.jpg" alt="Rezension: Gebrauchsanweisung für Kalifornien" /></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=buchrat-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3492275389" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
California Dreamin&#8217; von &#8220;The Mamas &#038; The Papas&#8221; klingt mir sofort im Ohr, wenn ich diesen Buchtitel lese. Unzählige Reiseführer sind über den Golden State veröffentlicht worden, den US-Bundesstaat, der bei vielen von uns sofortiges Fernweh auslöst und die Fantasie wie kaum ein anderes Ziel anregt.</p>
<p>Aber wir Deutsche brauchen bei allem Schwärmen natürlich auch einen gewissen Grad an Sicherheit, etwas, woran man sich festhalten kann, eine Bedienungsanleitung, eine Gebrauchsanweisung eben. </p>
<p>Titel: <strong>Gebrauchsanweisung für Kalifornien</strong>. Von Heinrich Wefing.</p>
<p>Aus dem Inhalt:</p>
<blockquote><p>Mehr Amerika geht nicht. Wo jeder ein Fremder ist, der sich neu erfinden darf, und ein eingewanderter Filmheld den politischen Kurs vorgibt, wo USA, Mexiko und Asien nicht nur im Kochtopf verschmelzen, wo Hippies ihren Frieden mit dem Patriotismus gemacht haben, die Einkaufszentren, die Freiheiten und Sehnsüchte größer als irgendwo sonst auf der Welt sind: Welcome to the Hotel California!</p></blockquote>
<p><span id="more-1645"></span><br />
<strong>Meine Meinung zu diesem Buch:</strong></p>
<h4>Der Autor</h4>
<p>Heinrich Wefing: Journalist, Doktor der Rechtswissenschaften, Architekturkritiker, Buchautor. Der Mann ist offensichtlich sehr vielseitig. Er arbeitet momentan als Redakteur für die Wochenzeitung &#8220;Die Zeit&#8221;, schrieb aber auch schon für die F.A.Z., für die er als Korrespondent von 2002 &#8211; 2004 aus San Francisco berichtete. Entsprechende tiefergehende Kenntnisse über das Leben an der amerikanischen Westküste können also ohne weiteres vorausgesetzt werden. Im Jahr 2005 hat er dann das vorliegende Buch veröffentlicht, das mittlerweile in der dritten Auflage vorliegt.</p>
<h4>Die Aufmachung des Buchs</h4>
<p>&#8220;Gebrauchsanweisung für Kalifornien&#8221; ist eines der vielen Taschenbücher aus der bekannten Piper-Reihe &#8220;Gebrauchsanweisung für&#8230;&#8221;. Der Softcover-Umschlag hat die gewohnten Innenklappen, die sich auch als Lesezeichen mißbrauchen lassen &#8211; zumindest wenn das Buch nicht allzu dick ist. Das einfache Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über die 17 Kapitel, die sich über die knapp 190 Seiten erstrecken. Auf einer kleinen Kalifornien-Karte, die noch vor dem Inhaltsverzeichnis liegt, kann man die Lage der Schauplätze der einzelnen Kapitel nachschlagen. </p>
<h4>Der Inhalt</h4>
<p>Wer schon mal eine dieser &#8220;Gebrauchsanweisungen&#8221; gelesen hat, weiß, dass es sich hier nicht um einen klassischen Reiseführer handelt. Vielmehr hält man eine Sammlung von Geschichten und Berichten in Händen, mit denen der Autor den Leser etwas an seinen eigenen Erfahrungen in Kalifornien teilhaben läßt.</p>
<p>Bereits die Einleitung, die den Titel &#8220;Der erste Augenblick&#8221; trägt, zieht einen in den Bann. Heinrich Wefing versteht es, mit witzigem Schreibstil die ersten Eindrücke in Worte zu fassen, die sich dem Neuankömmling in Kalifornien darbieten. Die schönen wie auch die nervigen Seiten. So zum Beispiel der Hindernislauf beim Abschließen eines Mobilfunkvertrages mangels einer &#8220;credit history&#8221;. Es geht weiter mit einigen Anekdoten zum Autowahnsinn und zu Einkaufserlebnissen in amerikanischen Supermärkten.</p>
<p>Das Buch ist aber nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr informativ: Im Kapitel über San Francisco (&#8220;Die zerzauste Schöne&#8221;) erfährt man einige Dinge über die Stadt, die nicht unbedingt in jedem Reiseführer nachzulesen sind. Wefing gibt darüber hinaus überraschende Einblicke in das kalifornische Justizsystem und wir erfahren, dass in dem in vielen Dingen lockeren und entspannten Staat die Gefängnisse überquellen. </p>
<p>Unbarmherzig geht der Autor mit Los Angeles ins Gericht. An dieser sich unablässig ausbreitenden Steinwüste läßt Wefing kaum ein gutes Haar. Wer selbst schon dort war, weiß wovon Wefing spricht. Natürlich darf auch ein Kapitel über Arnold Schwarzenegger und die politische Karriere des Governators nicht fehlen. </p>
<p>Nach einem Blick zurück in die Geschichte und einigen Ausführungen zur Familie Mann, die während des Zweiten Weltkriegs in Kalifornien lebte, geht es dann mit Umwelttehmen wieder zurück in die jüngere Vergangenheit und Gegenwart. Zum Schluß wagt Wefing noch einen Ausblick auf die Zukunft Kaliforniens, in der seiner Ansicht nach die spanische Sprache und die mexikanischen Einflüsse eine immer stärkere Bedeutung erlangen werden.</p>
<h4>Mein abschließendes Urteil</h4>
<p>Die Gebrauchsanweisung für Kalifornien ist ein sehr unterhaltsames und gleichzeitig informatives Buch über diesen US-Bundesstaat. Auch wenn einiges davon bekannt sein dürfte, der Autor gelegentlich zu Wiederholungen neigt und insbesondere bei den Kapiteln über die deutsche Literatur etwas langatmig wird, bereitet dieses Buch insgesamt ein paar kurzweilige Lesestunden.</p>
<p></p>
<div class="fazit"><strong>Fazit:</strong><br />
Unterhaltsam und informativ, mit gelegentlichen Längen. Lesenswert!<br />
&nbsp;<br />
<strong>Bewertung:</strong>
<div class="rating_bar">
<div style="width:80%"></div>
</div>
<p>4 von 5 Lesezeichen
</p></div>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
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		<title>Der Turm</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 21:02:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[1 von 5 Lesezeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Tellkamp]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Buch habe ich kürzlich geschenkt bekommen. Der Klappentext hört sich interessant an, das Buch steht in den Bestseller-Listen weit oben und der Autor erhielt dafür den Deutschen Buchpreis. Kann also offensichtlich so schlecht nicht sein &#8230; Titel: Der Turm. Von Uwe Tellkamp. Aus dem Inhalt: Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518420208?ie=UTF8&#038;tag=buchrat-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3518420208"><img class="alignleft" title="Der Turm" border="0" src="http://www.buch-ratschlag.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/01/der_turm.jpg" alt="" /></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=buchrat-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3518420208" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
Dieses Buch habe ich kürzlich geschenkt bekommen. Der Klappentext hört sich interessant an, das Buch steht in den Bestseller-Listen weit oben und der Autor erhielt dafür den Deutschen Buchpreis. Kann also offensichtlich so schlecht nicht sein &#8230;</p>
<p>Titel: <strong>Der Turm</strong>. Von Uwe Tellkamp.</p>
<p>Aus dem Inhalt:</p>
<blockquote><p>Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man den Zumutungen des Systems in der Nische, der &#8220;süßen Krankheit Gestern&#8221; der Dresdner Nostalgie, entfliehen wie Richards Cousin Niklas Tietze &#8211; oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben, der den Turm mit sich reißen wird.</p></blockquote>
<p><span id="more-515"></span><br />
<strong>Meine Meinung zu diesem Buch:</strong><br />
Was soll ich sagen? So neugierig, wie mich das Buch und das Thema gemacht haben, so enttäuscht bin ich darüber nach der (unvollendeten) Lektüre. Los geht&#8217;s in dem fast 1000 Seiten starken Werk mit einer so genannten Ouvertüre, bei der ich nun so gar nicht wußte, was uns der Autor damit sagen möchte &#8211; eine verwirrende Aneinanderreihung von schwulstigen Sätzen in einer Sprache, die meiner Vorstellung von einem Drogenrausch recht nahe kommt.<br />
<br />
Die eigentliche Geschichte ist dann zwar nicht mehr ganz so nebulös forumliert &#8211; nichtsdestotrotz ist der Schreibstil von Uwe Tellkamp unheimlich anstrengend. Sehr ausschweifende Formulierungen sowie teils bis zu einer halben Seite lange Schachtelsätze, deren Sinn sich manchmal erst nach mehrmaligem Lesen erschließt.<br />
<br />
Der Roman handelt vom Leben der verschiedenen Hauptpersonen in der DDR in den letzten 7 Jahren vor dem Mauerfall. Die geschilderten Ereignisse sind gelegentlich sehr interessant und hinterließen bei mir, einem &#8220;Wessi&#8221;, schon das eine oder andere ungläubige Stirnrunzeln in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um die 80iger Jahre des letzten Jahrhunderts handelt und nicht um die unmittelbare Nachkriegszeit. So z.B. die anscheinend gängige Praxis der Zuteilung von Wohnungen von staatlicher Seite oder der Gemeinschaftstelefonanschluss für mehrere Familien nach &#8220;nur&#8221; 15jähriger Wartezeit.<br />
<br />
Trotz dieser vereinzelten inhaltlichen Lichtblicke fand ich das Buch insgesamt sehr anstrengend zu lesen &#8211; ich kam einfach in keinen Lesefluß. Es kommt keine Spannung auf, noch konnte ich so recht einen roten Faden entdecken. Positiv: Dem Buch liegt ein Lesezeichen bei, auf dem die wichtigsten Figuren und deren Beziehung zueinander aufgeführt sind. Das erleichert gerade am Anfang den Überblick.<br />
<br />
Leider konnte das nichts daran ändern, dass ich das Buch &#8211; und so etwas passiert mir praktisch sonst nie &#8211; nach 250 zähen Seiten beiseite gelegt habe. Es kam keine Lesefreude auf, und das ist es schließlich, was ich mir von einer guten Lektüre erwarte. Den ganzen Medienrummel und die Lobhudeleien der Kritiker kann ich leider beim besten Willen nicht nachvollziehen.<br />
</p>
<div class="fazit"><strong>Fazit:</strong><br />
Anstrengend und langatmig. Hat meinen Geschmack leider überhaupt nicht getroffen. Macht sich aber gut im Bücherregal.<br />
<br /><strong>Bewertung:</strong></p>
<div class="rating_bar">
<div style="width:20%"></div>
</div>
<p>1 von 5 Lesezeichen<br />

</div>
<p class="fussnote">Der Turm. Von Uwe Tellkamp. 976 Seiten. Erschienen im Suhrkamp Verlag.</p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge vorhanden.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Mein Amerika Dein Amerika</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 16:57:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 von 5 Lesezeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein unterhaltsames Portrait des amerikanischen Alltags ist der Gegenstand dieses Buchs. Die beiden Autoren haben selbst in den USA gelebt und berichten &#8211; ergänzt um sehr viele Hintergrundinformationen &#8211; ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen. Titel: Mein Amerika Dein Amerika. Von Tom Buhrow und Sabine Stamer. Aus dem Klappentext: Wieso man über die Frage &#8220;How are [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3498006495?ie=UTF8&#038;tag=buchrat-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3498006495" ><img class="alignleft" title="Mein Amerika Dein Amerika" border="0" src="http://www.buch-ratschlag.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/11/mein_amerika_dein_amerika.jpg" alt="Mein Amerika Dein Amerika" /></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=buchrat-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3498006495" width="1" height="1" border="0" alt="Mein Amerika Dein Amerika" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
Ein unterhaltsames Portrait des amerikanischen Alltags ist der Gegenstand dieses Buchs. Die beiden Autoren haben selbst in den USA gelebt und berichten &#8211; ergänzt um sehr viele Hintergrundinformationen &#8211; ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen.</p>
<p>Titel: <strong>Mein Amerika Dein Amerika</strong>. Von Tom Buhrow und Sabine Stamer.</p>
<p>Aus dem Klappentext:</p>
<blockquote><p>Wieso man über die Frage &#8220;How are you?&#8221; nicht lange nachdenken sollte, weshalb viele Gläubige weite Wege zur ihrer Kirche in Kauf nehmen, warum das Auto für Jugendliche der wichtigste Ort auf Erden ist, und wieso ein Friedhofsbesuch nicht lange dauern muss. Auf diese und andere Fragen gibt das vorliegende Buch Antwort.</p></blockquote>
<p><span id="more-130"></span><br />
<strong>Meine Meinung zu diesem Buch:</strong><br />
Tom Buhrow dürfte den meisten als ARD-Korrespondent und Tagesthemen-Moderator bekannt sein. Zusammen mit seiner Frau, der Journalistin Sabine Stamer, läßt er den Leser in dem knapp 300 Seiten starken Buch am Alltag in den USA teilhaben. Je nachdem, wieviele USA-Erfahrungen der einzelne von uns schon gemacht hat, scheint manches unser Amerika-Bild und die unweigerlich damit verbundenen Vorurteile zunächst zu bestätigen. So etwa die Ausführungen zur alltäglichen, aber aus deutscher Sicht oberflächlichen, Begrüßungsfloskel &#8220;How are you?&#8221; oder die Beinahe-Fangfrage &#8220;How dow you like America?&#8221;.<br />
<br />Die beiden Autoren lassen es bei der Schilderung ihrer Alltagserlebnisse jedoch nicht beim ersten und vermeintlich offensichtlichen Eindruck bewenden, sondern hinterfragen die Dinge, deren tieferer Sinn sich oft erst auf den zweiten Blick erschließt. Wie etwa die Liebe der Amerikaner zu ihren Autos. Natürlich ist das Auto <em>das</em> Symbol der in den USA so groß geschriebenen Mobilität. Aber darüberhinaus ist es eben auch oftmals die einzige Entfaltungsmöglichkeit für ein jugendliches Liebespaar &#8211; das eigene Zimmer kommt im für unsere Begriffe prüden Amerika dafür nicht in Frage.<br />
<br />Für große Erheiterung gesorgt hat bei mir in diesem Zusammenhang das Kapitel über die Sexualität, Intimität und Privatspäre in der amerikanischen Gesellschaft und die blumige Umschreibung von Sachverhalten. Eine kleine Schildkröte darf man beim Hochheben auf keinen Fall am hinteren Ende berühren, denn &#8220;That is the bathroom end&#8221;. Aha. Schildkröten haben also Badezimmer-Enden. Für junge europäische Eltern dürfte interessant sein, dass man sein Baby <em>unter keinen Umständen</em> nackt am Strand oder sonstwo herumkrabbeln läßt, da dies das amerikanische Schamgefühlr verletzt.<br />
<br />In unzähligen Beispielen werden amerikanische Sitten und Gebräuche geschildert, die manchmal Schmunzeln, Kopfschütteln oder auch lautes Lachen hervorrufen. Egal, ob es um Ferienerlebnisse, Glaubens- oder Gesundheitsfragen geht: Niemals wird etwas ins Lächerliche gezogen, vielmehr werden immer die Hintergründe beleuchtet, so dass manche Skurrilität dann doch bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar erscheint. Amerikaner sind eben nicht Europäer (und umgekehrt).<br />
<br />Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und informativ. Man merkt, dass die beiden Autoren wirklich eine intime Kenntnis des amerikanischen Alltags besitzen und diese auch wunderbar zu Papier bringen konnten.</p>
<div class="fazit"><strong>Fazit:</strong><br />
Informativ &#8211; sehr unterhaltsam &#8211; lesenswert. Nicht nur für USA-Freunde.<br />
<br /><strong>Bewertung:</strong></p>
<div class="rating_bar">
<div style="width:80%"></div>
</div>
<p>4 von 5 Lesezeichen<br />

</div>
<p>
<p class="fussnote">Mein Amerika Dein Amerika. Tom Buhrow und Sabine Stamer. Erschienen im Rowohlt Verlag.</p>


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