
High-Tech und Wissenschaft, ein Schuß Mystery, Zeitreisen, Weltuntergangsszenarien und Verschwörungstheorien: All das sind Elemente, die in diesem Buch vorkommen. Elemente, mit deren Hilfe in der Vergangenheit auch schon viele gute und spannende Bücher geschrieben worden sind.
Dieses Buch gehört meiner Meinung nach leider nicht dazu.
Titel: 2012 – Das Ende aller Zeiten. Brian D’Amato.
Aus dem Inhalt:
Eine Mischung von Go und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, so ähnlich ist das Brettspiel, das Jed Delanda von seiner Mutter geerbt hat. Jed benutzt es dazu, um an der Börse zu spekulieren, und dies mit beträchtlichem Erfolg. Bis eines Tages eine Computerspieldesignerin in sein Leben tritt. Sie zeigt ihm Bilder von einem alten Maya-Codex. Die Maya spielten das gleiche Spiel wie Jed, aber in einer unvorstellbar grösseren Komplexität. Sie hatten ihren eigenen Untergang vorausgesehen. Sie berechneten die grossen Katastrophen der Menschheit voraus, bis zu dem Tag, an dem alles endet. Dem 21. Dezember 2012
Meine Meinung zu diesem Buch:
Ich lese gerne Wissenschafts-Thriller. Der Rücken- und Klappentext dieses Buchs erweckten diesbezüglich einige Erwartungen bei mir und daher habe ich mich zum Kauf verleiten lassen.
Die Hauptperson ist ein Nachfahre der Maya, welcher mit Hilfe des oben erwähnten Brettspiels sozusagen die Zukunft vorhersagen kann. Ein aufgetauchter Codex der alten Maya, welcher auf einem ähnlichen, jedoch um ein Vielfaches komplexeren Spiel basiert, sagt nun für die nahe Zukunft den Weltuntergang vorher. Jed, die Hauptperson, soll nun mit Hilfe einer speziellen Technik in die Vergangenheit reisen und das Spiel spielen, um so Hinweise für eine mögliche Rettung der Menschheit zu erlangen.
Was von der Idee her gut gedacht war, entpuppt sich leider als unwahrscheinlich zäher Roman. Brian D’Amato verliert sich in vielen Details und verwirrt mit einer kaum nachvollziehbaren Beschreibung des Spiels. Die anfangs noch vorhandene Spannung lässt schnell nach, der Leser wird mit immer mehr Einzelheiten zu Zahlensystemen und Zeitrechnungen gelangweilt, die für die Handlung nur bedingt wichtig sind.
Nicht nur, dass die gesamte Story ziemlich zäh voran geht (das Buch hat fast 900 Seiten!), damit nicht genug: Es handelt sich hier nur um den ersten Band eines Mehrteilers! Das ist für meinen Geschmack nun wirklich zuviel des Guten.
Nicht unerwähnt soll auch ein formaler Schwachpunkt bleiben: Die Vielzahl von offensichtlichen Rechtschreibfehlern lassen die Frage aufkommen, ob bei diesem Buch das Lektorat total versagt hat. Bei stolzen 18,95 € kann man mehr erwarten.
Zäh, langatmig und unnötig verwirrend. Eine Enttäuschung. Wer High-Tech-Thriller mag, sollte lieber zu Michael Crichton greifen.
Bewertung:
1 von 5 Lesezeichen
2012: Das Ende aller Zeiten: Thriller
Brian D’Amato. 888 Seiten. Erschienen in der Verlagsgruppe Lübbe.
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